Ich nutze auch das Visualisieren, keine Manifestationen, sondern ich stelle mir Dinge bildlich vor und leiere keine Mantras herunter, aber auf meine Weise und auf eine Weise, die auch alltagstauglich ist.
Wenn ich vor einer Versuchung stehe, zum Beispiel einer Süßigkeit oder einer dicken Scheibe Brot mit ungesundem Belag, dann visualisiere ich, wie dieses Essen zuerst meinen Verdauungstrakt und dann meine Blutadern verstopft und meine Fettdepots auffüllt und auch, wie es die Anzeige auf meiner Waage nach oben bewegt.

Dann stelle ich mir diese Scheibe Brot dünner vor, mit einem gesünderen Belag. Ich sehe vor mir, wie sie meine Verdauung ankurbelt, wie sich Magen und Darm darüber freuen, dass sie die richtigen Nährstoffe bekommen, und wie das Blut ungehindert durch meine Adern fließt. Und ich sehe vor meinem inneren Auge, wie die Anzeige der Waage wieder ein Stückchen nach unten wandert.
Zum Beispiel wird die Butter ersetzt durch eine cholesterinarme Margarine. Oder – je nachdem, was als Belag draufkommt – eine ganz dünne Schicht Frischkäse, Senf oder Tomatenmark und manch andere Option. Als Ersatz für die Wurstscheiben vielleicht ein Salatblatt unter oder auf dem Belag. Lasst einfach eure Fantasie spielen und geht alles visuell durch, was euch an Möglichkeiten einfällt.

Eine weitere Visualisation von mir ist es, dass ich mir vorstelle, wie die Blutdrucktabletten in ihrer Dosierung verringert werden, und ich visualisiere als Langzeitziel, wie ich die restlichen Tabletten in die Apotheke zurückbringe. Aber auch, wie ich aufstehe ohne Schmerzen in den Knien/Gelenken und dass ich wieder lange Strecken laufen kann, ohne dass vor Rückenschmerzen der Schweiß ausbricht. Mich persönlich treibt dies an.
Von den gängigen Mantras, die wie eine Top-Schlagzeile herumgereicht werden, halte ich nichts. Sie sind unpersönlich, ausgeleiert und oftmals sinnlos. Jeder muss seine persönlichen Mantras finden, damit diese wirken können. Dies setzt dann auch voraus, dass du dich tatsächlich mit dir selbst und deinem Fühlen auseinandersetzen musst.
„Ich ehre meinen Körper mit gesunder Nahrung“ Es ist meines Erachtens ein sinnloses und substanzloses Mantra. Dieses kann nur wirken, wenn du aktiv etwas tust, um gesunde Nahrung zu finden. Es geht damit los, ins Geschäft zu laufen (körperliche Bewegung), nicht ins Auto oder auf deinen E-Roller zu steigen, vielleicht auf ein Fahrrad. Dort darfst du dann sehr kritisch die Ernährung auswählen (geistige Aktivität). Es reicht nicht, nur auf den Körper zu achten – dein Geist ist ein wichtiger Begleiter hin zu deiner gesunden Figur. Dies setzt wiederum voraus, dass du dich mit Nährwerten, Mineralstoffen und Diättauglichkeit und der Wirkung all dessen auf deinen Körper beschäftigt hast. Wie wäre es, wenn du zuerst einmal die Nahrung ehrst dafür, dass sie dich und deinen Körper heilen und verändern kann bis hin zu deinem Figurwechsel?
Oder: „Ich wähle Leichtigkeit und Vitalität“ Ja, in Gedanken kann man sich selbst viel erzählen – nur es im tatsächlichen Leben auch durchzuführen, dazu gehört Wille und Energie und der Wunsch abzunehmen. Es gedanklich vorzubeten und es dann tatsächlich zu tun, sind unterschiedliche Aktionen. Und es gehört dazu, dass du dir visualisierst, wie dein Körper schlanker und gesünder wird, wenn du aktiv bist, und wie er träger wird, wenn du nur auf deinem Hintern sitzend Mantras herunterleierst.
Oder: „Ich esse achtsam, nicht aus Langeweile“ Sorry, aber wenn du nichts gegen die Langeweile tust, wirst du über kurz oder lang wieder aus Langeweile essen. Sich im Geiste nur immer wieder diese Worte vorzuleiern, wird nichts ändern, solange du nicht aktiv gegen diese Langeweile vorgehst. Zum Beispiel mit einem Ernährungstagebuch, mit Bewegung oder dem Kreieren von gesunden Rezepten.

Auch das Visualisieren von dir als schlanker, gesunder Mensch bringt dir nichts, wenn du gemütlich auf dem Sofa sitzt und von dir als schlankem Menschen träumst, aber dich selbst nicht einbringst. Träumen allein verändert nichts, außer dass es deinen Frust vergrößert.
Stelle dir lieber vor, wie viel Freude du hast beim Laufen, spazierengehen usw. Kotrolliere wie viele Schritte du am Tag zurücklgest und setze dirhier dein eigenes tägliches Ziel, welches du kontinuierlich erweiterst.
Gewöhne dich daran einen Fitness-Tracker oder eine Fitneßuhr zu tragen:
Du siehst: Diese Mantras sind einfach nur heiße Luft, wenn du nicht aktiv an deren Wirksamkeit und Umsetzung arbeitest.

Woher ich all dies wissen will? Nun, aus Erfahrung, als erlebte Enttäuschung, weil ich mich von anderen so auf die falsche Fährte locken ließ und dadurch wertvolle Lebenszeit verlor, in der ich aktiv etwas hätte tun können. Aus all dem, was ich in all meinen Lebensjahrzehnten gesehen, gehört und direkt miterlebt habe. Und aus logischem Denken, denn es ist mir inzwischen sehr bewusst, dass all dies, was ich mir an Gewicht leicht und voller Genuss draufgefuttert habe, nicht genauso leicht verschwindet. Der Weg wird nicht leicht werden – nicht so leicht wie das Genießen. Jedoch kann ich dafür sorgen, dass er genussvoll wird. Und genau dies beabsichtige ich mit diesem Blog zu tun.
Aus diesem Grund mache ich hier alles transparent, und ich werde auch meine schwachen Momente teilen und die Fehlschläge, denn nur das wahre Leben bringt dich dahin zurück, wo du warst, bevor du an den Punkt gekommen bist, um meinen Blog zu finden/lesen. Wenn du magst, begleite mich auf meinem Weg zu einem gesünderen Leben – ganz ohne esoterischen Hokuspokus oder Mantras, die sich irgendwer ausgedacht hat, die aber nicht zu dir passen müssen. Du ziehst doch auch keine Fahrradreifen auf deinen PKW, nur weil jemand visualisiert hat, dass dies für ihn die besten Reifen sind. Bleibe realistisch und stelle dich selbst in den Mittelpunkt deiner Zukunftspläne – dich und deine eigenen Aktivitäten. Nur auf deinem eigenen Weg kannst du deine Gesundheit verändern.